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Effektlack

By admin | März 11, 2010

Während für die meisten Auto- und Motorradbesitzer die standardmäßige Farbgebung ihres Fahrzeuges ausreichend erscheint, so gibt es aber eine immer größer werdende Gruppe von Individualisten, deren Hauptaugenmerk auf eine Hervorhebung aus der Masse gerichtet ist. Dabei spielt Effektlack eine sehr große Rolle. Durch die Verwendung unterschiedlicher Lackiertechniken in Verbindung mit immer besser werdendem Equipment sind auch schwierigste Schablonentechniken umsetzbar, obgleich Fahrzeuglackierungen dieser Art stets etwas Besonderes bleiben werden; dies drückt sich dann auch in einem hohen Preis für einen derartigen Lack aus.

Was versteht man unter Effektlack?

Im Gegensatz zur herkömmlichen Lackierung, welche aus nur einer Grundschicht und je nach Lackart zwei bis drei Decklackschichten besteht, ist eine Effektlackierung sehr viel komplexer aufgebaut. Je nach gewünschter Wirkung kommen unterschiedliche Lackiertechniken zum Einsatz. Ziel einer Effektlackierung ist es in den allermeisten Fällen, eine optische Tiefe zu vermitteln, ähnlich einem 3D-Effekt. Zwar gibt es auch Effektlack auf herkömmlicher Basis ohne 3D-Effekt, doch wird dann meist mit Hilfe spezieller Schablonen ein indirekter räumlicher Effekt erzielt.
Nicht zu verwechseln mit Effektlacken sind die sog. Strukturlacke, welche eine mehr oder minder genarbte Oberfläche zum Ziel haben. Sie wird bei Fahrzeugen nur sehr selten eingesetzt.

Wie ist eine Effektlackierung aufgebaut?

Zunächst weist eine Effektlackierung auch eine Grundierung auf, die jedoch farblich passend zum späteren Oberflächenlack gewählt wird. Dann werden Schicht um Schicht eine Vielzahl Farblagen nass in nass aufgebracht. Der Farbe werden winzigste Glitterpigmente beigesetzt und unter ständigem Rühren in speziellen Sprühpistolen in Bewegung gehalten, damit diese sich nicht am Boden absetzen. Je mehr Schichten aufgebaut werden, desto intensiver die optische Wirkung. Für besonders intensive Optik gibt es den sog. Perlmutteffekt, bei welchem die erste Farbschicht silbern aufgetragen wird und nur ein hauchdünner Endfarbüberzug in Verbindung mit Klarlack den Abschluss bildet.

Ein gravierender Nachteil von Effektlack ist jedoch die schlechte bis unmögliche Ausbesserung nach Schäden.

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